Professionelle Trader die mit guten Analysen ihre Gewinnchancen stärker erhöhen als Anfänger, wollen in der Regel mehr Möglichkeiten für eigene Entscheidungen, da diese auch das Ergebnis beeinflussen und so sicherere Gewinne möglich sind. Auch wenn die Broker die binären Optionen ungern so bezeichnen, es handelt sich der Definition nach um Finanzwetten. Das ist auch der Hauptgrund, warum binäre Optionen Verbraucherschutz und auch vielen Banken ein Dorn im Auge sind, denn der Glücksfaktor spielt hier eine sehr große Rolle. Das häufig angewendete Argument, man könne sein Geld dann doch lieber gleich im Casino investieren, ist allerdings auch nur sehr bedingt berechtigt.
Während sich beispielsweise beim Roulette die Gewinnchancen nicht beeinflussen lassen, können diese bei den Binäroptionen durchaus erhöht werden. Gute Trader verlassen sich nicht auf ihr Glück, sondern analysieren die Kurse mit verschiedenen Methoden, so dass der Kursverlauf besser vorhergesehen werden kann. Diese Kursanalyse wird in der Werbung der Broker allerdings manchmal so dargestellt, als würden die Profis den Kurs nun vollständig durchschauen und könnten so fast alle Trades so platzieren, dass diese zu einem Gewinn führen. Das ist allerdings nicht so, denn auch die Profis können ihre Gewinnwahrscheinlichkeit nur in einem sehr begrenzten Rahmen erhöhen. Der genaue Kursverlauf bleibt unberechenbar und somit müssen Verluste immer wieder in Kauf genommen werden. In der Vergangenheit haben sich immer wieder Kunden von Brokern an die Verbraucherschutzstellen gewandt, da sie beim Handel betrogen wurden.
Eingezahlte Gelder und auch Gewinne wurden nicht ausgezahlt, oder aber die Handelskurse wurde nachweislich zu Gunsten des Brokers manipuliert. Mehreren Anbietern wurde so ein Betrug bereits nachgewiesen, allerdings sind die Chancen der Verbraucher bei einer Klage meistens relativ gering, denn die Broker sitzen im Ausland und sind meistens nur schwer zur Verantwortung zu ziehen. Auch wenn der Broker den Handel nicht direkt manipuliert, werden Kunden oft mit falschen Versprechungen hinters Licht geführt. Die Verbraucher werden mit erfundenen Erfolgsgeschichten angeblicher Kunden des Broker getäuscht und ihnen wird suggeriert, dass es ganz einfach ist, mit der richtigen Strategie innerhalb von kurzer Zeit hohe Gewinne zu erwirtschaften.
Dass die binären Optionen eine der riskantesten Anlageformen überhaupt sind und der Totalverlust nicht nur möglich, sondern sogar relativ wahrscheinlich ist, wird dabei bewusst verschwiegen. Auch die allgemeinen Geschäftsbedingungen, denen der Kunde bei einer Registrierung zustimmt, enthalten oft versteckte Bedingungen, die eine Auszahlung des Guthabens und der Gewinne erschweren. Die Verbraucherschützer versuchen gegen diesen Betrug vorzugehen, indem unter anderem vor unseriösen Anbietern gewarnt wird. Der Rechtsweg ist allerdings oft schwierig. Dennoch sollten sich Kunden, die auf unseriöse Anbieter hereingefallen sind, an die Verbraucherzentrale wenden und dort weitere Schritte besprechen. Der Handel mit binären Optionen erfolgt in der Regel außerbörslich.
Das bedeutet, dass kein zentraler Kurs festgelegt wird und kein zusätzlicher Handelspartner zwischengeschaltet ist, sondern der Handel direkt zwischen Käufer und Verkäufer stattfindet. Das hat durchaus Vorteile, beispielsweise die im Vergleich zu Aktien deutlich niedrigeren Handelskosten. Da die Börsengebühren wegfallen, können binäre Optionen und andere außerbörsliche Produkte in der Regel sehr günstig gehandelt werden. Allerdings birgt der außerbörsliche Handel auch höhere Risiken, als das Trading über eine anerkannte Börse.
Da die Broker in der Regel als sogenannte Market Maker auftreten, ihre Preise für die einzelnen Trades also selber festlegen, ist hier auch ein Betrug deutlich einfacher, als wenn die Handelskurse zentral vorgegeben werden. Die Kurse der einzelnen Broker für binäre Optionen weichen zum Teil deutlich voneinander ab. Für sich gesehen ist das nicht schlimm, denn Unregelmäßigkeiten gleichen sich statistisch gesehen über einen längeren Handelszeitraum aus. Allerdings besteht die Gelegenheit zum Betrug, denn theoretisch kann der Broker den Kurs so festlegen, dass der Trader hohe Einsätze verliert. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, sich für einen absolut seriösen Broker zu entscheiden, der sich von einer unabhängigen Regulierungsbehörde kontrollieren lässt. Zahlungsmöglichkeiten bei IQ Option sind vielseitig.
Die Methoden, mit denen das Trading beworben wird, sorgen ebenfalls dafür, dass der Verbraucherschutz binäre Optionen sehr kritisch betrachtet. Eine gängige Art zu werben ist beispielsweise, seriöse Finanzportale zu imitieren und dort übertrieben positiv über eigentlich weniger seriöse Angebote zu berichten. Hier werden dann nur die möglichen Gewinne hervorgehoben, die Risiken dagegen werden heruntergespielt. So erhalten die späteren Kunden ein falsches Bild vom beworbenen Broker und registrieren sich dort, da sie nicht mit den Risiken rechnen. Auch aggressive telefonische Werbung hat in den letzten Jahren zugenommen. Einmal im Besitz der Telefonnummer des Kunden, ruft der Kundenservice des Brokers regelmäßig bei diesem an und versucht ihn dazu bewegen, ein Echtgeldkonto zu eröffnen.
Auch bereits registrierte Trader werden mit wiederholten Anrufen dazu überredet, zusätzliche Einzahlungen zu leisten. Wer solche Anrufe in Zukunft verhindern möchte, sollte den Brokern für binäre Optionen Verbraucherzentrale oder die zuständige Aufsichtsbehörde androhen, dann hören diese Anrufe in der Regel auch schnell wieder auf. Professionelle Trader schaffen es zwar, mit einer guten Kursanalyse ihre Gewinnchancen so zu erhöhen, dass sie langfristig einen Profit mit binären Optionen erwirtschaften, allerdings werden die Möglichkeiten der Analyse in den Werbung für das Trading oft übertrieben dargestellt. Auch den Profis ist es nicht möglich, jeden Trade zu gewinnen.
Das reicht ihnen allerdings auch, um einen Gewinn zu machen. Hierbei müssen allerdings erhebliche Schwankungen hingenommen werden, denn sowohl Phasen mit hohen Gewinnen, wie auch streckenweise erschreckende Verluste sind keine Seltenheit. Es kann daher nicht davon ausgegangen werden, mit der richtigen Analysetechnik durchgehend zu gewinnen. Auch für die besten Trader besteht zu jedem Zeitpunkt ein extrem hohes Verlustrisiko. Ein Grund, warum der Verbraucherschutz binäre Optionen so häufig kritisiert, ist der mögliche Totalverlust.
Dieser stellt nicht, wie bei vielen anderen Anlageformen, einen absoluten Ausnahmefall dar, sondern passiert beim Trading mit binären Optionen relativ häufig. Daher sind diese auch nicht als nachhaltige Geldanlage für einen großen Teil des Vermögens geeignet. Auch professionelle Händler haben mit der Gefahr des Totalverlusts zu kämpfen, denn auch wenn sie über viel Wissen verfügen und die Kurse gründlichst analysieren, bevor sie einen Trade platzieren, sind auch sie dem Zufall ausgeliefert und ihre Gewinne und Verluste weisen eine hohe Varianz auf.
Um nicht alles zu verlieren, handeln die Profis nach einem strengen Risikomanagement. Hierbei darf immer nur ein bestimmter Teil des aktuellen Guthabens für einen einzelnen Handel eingesetzt werden. Sinkt das Guthaben, so werden auch die einzelnen Einsätze kleiner. Steigt es, kann der Trader auch etwas mehr riskieren.
So wird auch bei Misserfolgen nicht alles, sondern nur ein kleiner Teil davon verloren. Durch ein solches Risikomanagement, welches diszipliniert verfolgt werden muss, lässt sich die Gefahr für einen Verlust der kompletten Einlage reduzieren. Ganz ausgeschaltet werden kann sie allerdings nie. Auch die Profis müssen damit leben, dass sie möglicherweise eines Tages hohe Verluste erleiden werden. Als Kunde bei einem Broker für binäre Optionen sollte man sich nicht über den Tisch ziehen lassen.
Vor einer Anmeldung sollten auf jeden Fall die AGBs genau gelesen werden, damit keine unangenehmen Überraschungen drohen. Sollte sich ein Kunde beim Handel mit binären Optionen betrogen fühlen, so kann es sich an die Verbraucherzentrale wenden, die diese Vorwürfe für ihn prüft. Vor allem wenn bereits mehrere Vorwürfe gegen den betreffenden Broker vorliegen, kann gegen diesen vorgegangen werden. Der Rechtsweg ist in den meisten Fällen allerdings mühsam und oft erfolglos, da die Broker im Ausland registriert sind, wo andere Gesetze für den Handel gelten. In den meisten Fällen wissen die Anbieter ganz genau, wie weit sie mit unseriöser Werbung und ähnlichen Methoden gehen können, um keine Konsequenzen fürchten zu müssen. Kunden können sich daher am besten schützen, indem sie sich von vornherein gut informieren und nur bei absolut seriösen Anbietern handeln.
Auch das Verlustrisiko und der mögliche Totalverlust sollte Einsteigern bewusst sein. Es ist daher nur Geld zu investieren, welches nicht für andere Zwecke benötigt wird oder fest eingeplant ist. Die binäre Optionen Verbraucherschutz Warnung ist berechtigt, denn tatsächlich verlieren viele Trader beim Handel mit binären Optionen mehr Geld, als sie es sich leisten können.